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Mehr Ruhe für den Aabach – Schutz des Lebensraumes von Biber & Co.
Für eine grosse Vielfalt an Arten ist der Mönchaltorfer Aabach wichtiger Rückzugs- und Lebensraum, weshalb sich der Abschnitt vor seiner Mündung in den Greifensee in der Naturschutzzone 1 befindet und nicht betreten werden darf. Ab dem 6. Mai wird entlang des Spazierweges zum Aaspitz ein niedriger Holzzaun errichtet, um die zahlreich entstandenen Trampelpfade zu schliessen und dem sensiblen Ökosystem die nötige Ruhe zu gewähren.
Der Mönchaltorfer Aabach und sein Uferbereich sind von hoher ökologischer Bedeutung: Der Bachlauf dient Wasservögeln als Brutplatz, er ist unter anderem das Jagdgebiet des Eisvogels sowie der Wasserfledermäuse und das Zuhause einer Biberfamilie. Für verschiedene Fischarten ist er wichtiges Reproduktionsgebiet und seine Uferzonen bieten vielen Insekten geeignete Biotope. Im Winter und während des Vogelzuges rasten hier seltene Durchzügler und Wintergäste. Sie alle sind auf einen störungsfreien Lebensraum angewiesen, um genügend Energie für die Nahrungssuche, die Aufzucht der Jungen und ihre Reise von den Brut- zu den Winterquartieren zu haben.
Um das sensible Ökosystem zu schützen und die Tiere vor energieraubenden Fluchtreaktionen zu bewahren, gehört der Bereich des Aabachs von der Höhe des Chislig Hofes ausgangs Mönchaltorf bis zu seiner Mündung in den Greifensee zur Naturschutzzone 1. Als geschützter Rückzugsraum für die Natur ist diese Zone für Menschen und ihre Haustiere nicht zugänglich.
Weil der Aabach auch auf die Menschen eine gewisse Anziehung ausübt, entstehen absichtlich oder aus Unwissenheit immer wieder Trampelpfade, die für einen Einblick in den Bachlauf genutzt werden. Die spannende Fauna am Aabach kann jedoch auch vom öffentlichen Weg aus respektvoller Distanz beobachtet werden. Zusätzlich bieten der Beobachtungsturm und die Fussgängerbrücke umfassende Einblicke in den Lebensraum im Einklang mit den Naturschutzregeln.
Die Trampelpfade entlang des Spazierweges wurden in der Vergangenheit mit Asthaufen gesperrt, was jedoch langfristig nicht den gewünschten Erfolg zeigte. Als notwendige Sofortmassnahme zum Schutz von Flora und Fauna und zur Wahrung sowie Beachtung des Betretungsverbotes der Naturschutzzone 1 wird nun der bei der Abzweigung Aaspitz/Badi Egg bereits bestehende Holzzaun entlang des Spazierweges bis zum Aaspitz verlängert.
Die Errichtung des Zaunes erfolgt voraussichtlich am Mittwoch, 6. Mai, durch das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – AWEL des Kantons Zürich.
Weitere Informationen der Greifensee-Stiftung finden Sie hierExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet..